Liebe Schwestern und Brüder - mein Name ist Marian Mertens

Pfarrer Marian Mertens (c) Marian Mertens
Pfarrer Marian Mertens
Datum:
Mi. 17. Dez. 2025
Von:
Christoph Peters

Liebe Schwestern und Brüder im Pastoralen Raum Hückelhoven!

In Vorfreude auf mein Wirken bei Ihnen, vor allem aber mit Ihnen, stelle ich mich Ihnen vor und danke vorab für jedes Vertrauen, das Sie mir entgegenbringen.

Mein Name ist Marian Mertens. Geboren wurde ich am 04.05.1979 in unserer Kreisstadt Heinsberg und bin in Ophoven aufgewachsen.

Wie verlief mein Weg nach meiner Gymnasialzeit am Kreisgymnasium? Nach meinem Abitur 1999 ging es zuerst zur Fachhochschule Karlsruhe. Passend zu meinem bereits als Kind vorhandenen Interesse an Landkarten aller Art begann ich ein Studium des Vermessungswesens, welches ich 2004 abschloss. Die innere Suche, ob es für mich infrage komme, Priester zu werden, intensivierte sich in dieser Zeit, in der ich durch die gute Anbindung an die Innenstadtgemeinde, insbesondere durch einige Freunde sowie Geistliche dort, gute Unterstützung in meinem Suchen und Fragen erfuhr.

Dann stand mein Entschluss: Vom Ingenieur auf zum Theologiestudium! Der Beginn in Bonn war 2004. Die Frage in mir, ob das mein Weg sei, wollte eine Antwort finden. Also: anfangen und ausprobieren! Nach dem Studienabschluss in Bonn und der Seminarzeit inkl. Diakonat, hauptsächlich in Aachen, wurde ich am 22. Mai 2010 im Aachener Dom zum Priester geweiht.

Danach waren meine wesentlichen Stationen: Kaplanszeit in Alsdorf, Pfarrvikar im Aachener Süden, Pfarrvikar im jetzigen Pastoralen Raum Linnich-Titz.

Vom Land kommend durfte ich somit durch Studium und priesterliche Arbeit städtische Strukturen intensiv kennenlernen, wusste mich aber seit 2018 in der ländlichen Region (Linnich/Titz) wieder sehr gut aufgehoben.

Nun freue ich mich, in Gemeinden Fuß fassen zu dürfen, in denen ich die Mischform von ländlichen Strukturen mit deutlichen städtischen Akzenten vorfinde.

Viele von Ihnen werden sich jetzt schon fragen, wie es unter meiner Leitung weitergehen wird. Das lateinische Wort „Pastor“ heißt auf Deutsch „Hirte“. Als solch ein Hirte sehe ich meine erste Aufgabe im Kennenlernen: An welche Vergangenheit knüpfe ich an? Welche Entwicklungen gibt es in der pastoralen Arbeit? Welche Problemfelder sind vorhanden? Welche Lösungsansätze gibt es bislang? Die wichtigsten Fragen aber sind: Wer sind Sie? Wo liegen Ihre Bedürfnisse und die der Gemeinden? Wo sind Ihre Fragen und Sorgen? Wie können oder wollen Sie einen lebendigen Glauben unterstützen und fördern? Was sind Ihre je eigenen Möglichkeiten oder gar Angebote, mitzugestalten?

Dieser (erweiterbare) Fragenkatalog versucht, einen Umriss um diejenigen Arbeitsfelder zu ziehen, die meinen Beginn bei Ihnen besonders prägen werden.

Die Ideen, ob und was man wie verändern könnte, kommen in zeitlicher Abfolge erst danach. Ich weiß, dass sich längerfristig hierauf Ihr besonderes Augenmerk richten wird. Ich danke Ihnen aber für Ihre Offenheit, mir in der ersten Zeit vor allem den nötigen Raum zu geben für die Entdeckungen der realen Gegebenheiten und Kontexte im Pastoralen Raum. Denn dieser Schritt ist notwendig, damit mein Wirken unter Ihnen für möglichst viele Menschen einen guten Weg findet.

Themenwechsel. – Warum soll ich über pastorale Themen hinaus einen Hehl daraus machen, Ihnen zu verraten, dass ich als Pastor auch meine Freude an weltlichen Dingen finde? Zu meinen regelmäßigen Aktivitäten in der Freizeit zählt das Radfahren. Genauso zieht mich das Wandern an, ganz besonders im Mittelgebirge oder in den Alpen. Auch kann es durchaus passieren, dass man mich im Schwimmbad sichtet.

Die Bewegung bedeutet in verschiedenen Formen für mich körperlichen Ausgleich, Abbau von Stress, Sammlung und neue Konzentration auf das Wesentliche. Ein Element des Lebens, das ich auf jeden Fall beibehalten werde.

Und nun, liebe Schwestern und Brüder, sind Sie dran! Ich freue mich, Sie zahlreich kennenzulernen – mit Namen, aber auch mit allem, was Sie mir gerne aus Ihrem Leben erzählen bzw. anvertrauen wollen. Auf die Begegnungen mit Ihnen allen bin ich nun sehr gespannt, sowohl im Gespräch als auch im gemeinsamen Beten und im Feiern des Glaubens im Herrn!

Ich baue nun auf Sie, dass es uns gelingt, uns gegenseitig zu motivieren und – getragen von Glauben, Hoffnung und Liebe – gemeinsam den Weg in die Zukunft zu wagen.

In freudiger Erwartung grüßt Sie herzlich

Ihr
Pfarrer Marian Mertens