Ich habe keinen Menschen - das gilt für manchen Gefangenen

Do 24. Okt 2019
Christoph Peters

Den, dessen Familie in Nordafrika, Syrien oder Afghanistan lebt und der hier keine Angehörigen hat. Den, der nicht in einer Familie groß wurde, sondern eine “Heimkarriere“ hinter sich hat. Den, der – aus welchen Gründen auch immer – keinen Kontakt mehr zu Familienangehörigen hat. Den, den man offiziell schon abgeschrieben hat – zu oft im Knast, zu viele Drogen, nichts mehr zu machen…
Gerade für solche Menschen ist der Mensch geworden, dessen Geburt wir an Weihnachten feiern. Gerade für solche Menschen fühlen wir uns als Gefängnisseelsorger verantwortlich – damit da wenigstens ein Mensch ist, der zuhört, begleitet, nicht verurteilt. Gerade für solche Menschen bitten wir auch in diesem Jahr um eine Spende für unsere Weihnachtstüten, um deutlich zu machen: Da gibt es doch Menschen, die an dich denken.
Aus Sicherheitsgründen dürfen ja schon seit vielen Jahren keine persönlich adressierten und bestückten Weihnachtspakete mehr an Gefangene geschickt werden. Deswegen ist es uns ein seelsorgliches Anliegen, dass jeder Gefangene (momentan sind es etwa 440) dennoch eine Zuwendung bekommt.
Helfen Sie uns bitte, dass unsere Weihnachtstüten gefüllt werden können. Nachdem ich - nach dem Weggang von Pfarrer Rüdiger Hagens – nun alleine mit halber Stelle hier in Heinsberg als Gefängnisseelsorger arbeite, bitte ich IN DIESEM JAHR NEU um ausschließlich Geldspenden!!! Die Geldspenden können in bar bitte bis 06.12.2019 freundlicherweise im Pfarrbüro der jeweiligen Pfarrei erfolgen oder, falls eine Spendenquittung erwünscht ist, auf das Konto der Gefangenenhilfe Heinsberg bei der Kreissparkasse Heinsberg, IBAN: DE08312512200002001055; BIC: WELADED1ERK,
Kennwort: Weihnachtsaktion/ Kath. Seelsorge eingezahlt werden.

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

gez. Rainer Ostwald, Gefängnisseelsorger in der Jugend-JVA Heinsberg